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08.05.20 10:52 Alter: 18 days

Sagenhaftes Ihlow

 

Die Klosterstätte hat selbstverständlich - nach der Zerstörung der Kirche 1529 und dem Verschwinden der Mönche - die Menschen weiter beschäftigt.

Die Klosterstätte hat selbstverständlich - nach der Zerstörung der Kirche 1529 und dem  Verschwinden der Mönche - die Menschen weiter beschäftigt.
Man machte sich so seine Gedanken, wie die Mönche dort gelebt haben, und was sie wohl dort so getrieben haben.
Dass die Zisterziensermönche nicht immer gerade gut in der Phantasie der Menschen  und der Volkssage wegkamen, ist verständlich:
im 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts war das Image der Klöster und Orden bei den reformierten und lutherischen Pastoren und Lehrern, die diese Geschichten aufschrieben oder nachdichteten, von der Einschätzung der Reformatoren geprägt.


Das Irrlicht von Ihle

Der Ihlower Forst ist so alt wie Methusalem. Vorzeiten war an seiner Stelle eine große Sumpfwiese, die mit Schilf oder "Ihlen" bewachsen war. 

Zu allererst ließ sich ein Mönch als Einsiedler dort nieder, der wurde nur "de hillige Mann up't Ihlstück" genannt. Auf einer Anhöhe dicht bei dem Sumpf wurde nachher eine Kapelle gebaut, dahin mussten alle Christen von weit und breit gehen, um da zu beten und zu beichten.

Einer der Kapellane aber war kein frommer Mann, er belästigte Frauen und Mädchen, die zur Beichte kamen.

Aber Gottes Gericht ereeilte ihn. In einer Sturmnacht versanken Hügel und Kapelle im Sumpf.
Seine böse Seele indes geisterte noch oft als Irrlicht über der Stelle.

Ob diese Sage vielleicht die Erinnerung an die frühe Gründung eines Klosters ? noch vor 1228 -  in Ihlow bewahrt hat, das damals vielleicht  bei einer Sturmflut untergegangen ist ??

Allen Freundinnen und Freunden der Klosterstätte:

Ein schönes Wochenende,
und danach eine gute Woche  -
bis zu einer anderen Ihlow- Sage  am nächsten Wochenende !