KontaktSuche
 
 

Ein Klanggemälde für Ihlow

Die Musik im "Raum der Spurensuche" der Klosterstätte Ihlow hat Christopher von Deylen komponiert (fünf Goldene Schallplatten, eine Platinplatte und ein Echo-Award).

"Es ist etwas ganz anderes, Musik für und in einer Ausstellung zu machen. Besonders fasziniert hat mich der Gedanke, dass die Musik nur in diesem einen Raum zu hören ist, also ebenso wenig reproduzierbar ist, wie die Ausstellung", sagt von Deylen. "Als ich das erste Mal in Ihlow war, spürte ich, dass es keine Komposition im klassischen Sinne sein darf, und natürlich auch kein Schiller-Pop-Song."

Dreimal reiste der Musiker von Berlin nach Ostfriesland, verbrachte jedes Mal mehrere Tage in Ihlow und der näheren Umgebung. Entstanden ist ein Klanggemälde, so zart und doch wieder so gewaltig, das sich die ganze Atmosphäre des Ortes, die Stille, das Licht, das Leben darin verdichtet. Interpretieren mochte der Künstler seine Musik selbst nicht.

"Ich will keine Botschaft vermitteln. Instrumental kann ich sehr viel mehr sagen und verzichte oft auf Worte. Vielleicht bin ich da eher wie ein Maler. Alles ist da, alles sichtbar, alles spürbar. Hunderte van Farben muss ich zu einem Bild verdichten. Wenn der Besucher die Stille findet, in dieses Klanggemälde hineinzuspüren, würde ich mich sehr freuen."  

Text: schiller factoy 2009