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Imagination

 

Jeder Besucher der Ihlower Klosterstätte erlebt das Areal auf seine ganz eigene Weise. Wer ein historisches Bauwerk inmitten des Waldes erwartet, wird eines Besseren belehrt. Über die Wipfel von Buchen, Eichen und Linden erhebt sich eine Teilrekonstruktion der früheren Zisterzienserabtei "Schola DeI" (zu Deutsch: Schule Gottes).

Stahl und Holz bilden Pfeiler, das Gewölbe sowie den Dachreiter des einst größten Gotteshauses zwischen Bremen und Groningen nach - Die Dimensionen des einstigen Sakralbaus: fast 68 Meter Länge und im Querhaus rund 35 Meter Breite - Um dieses Raumerlebnis nachzuempfinden, wurde mitten im Wald mittels verschiedener architektonischer und künstlerischer Mittel eine "Imagination" der Abtei geschaffen. Sie vermittelt Gästen einen Eindruck von der Imposanz der früheren Klosteranlage, bietet aber gleichzeitig der Fantasie jedes Einzelnen den Freiraum sich vorzustellen, wie die Mönche einst dort lebten. 

 

Der romano-gotische Stil der Rekonstruktion entspricht dem der ehemaligen Klosterkirche. Das Gewölbe-Ensemble erreicht eine Deckenhöhe von rund 25 Metern. Die Spitze des sogenannten Dachreiters - typisch für Zisterzienser-Kirchen - liegt auf einer Höhe von fast 45 Metern. Umrahmt wird das Gelände von immergrünen, begehbaren Mauern - Matten aus Stahlgitter, die mit Efeu überwachsen sind - sie stellen die Wände der ehemaligen Backsteinkirche nach. 

Weiterer Baustein der Imagination ist der unterirdische Raum der Spurensuche - eine Kombination aus Ausstellungsraum mit archäologischen Grabungsfunden und einer Stätte für Besinnlichkeit, dem neuen Ihlower Altar.

An die Südseite der Imagination schließt sich der Klostergarten an. Hier grünen und blühen Stauden, Blumen, Büsche und Kräuter in vier Themengärten. Wer über die acht Pfade wandelt, kann viel über die Wirkung und Bedeutung der Pflanzen im Mittelalter erfahren.